Viele Leute die zum ersten Mal nach Höheinöd kommen fragen sich, warum heisst die Halle Hans Broschey Halle oder wer ist eigentlich Hans Broschey!? Um diesen Menschen einen kleinen Einblick zu geben, haben wir hier ein kurzes Porträt über Hans Broschey zusammengefasst:

Hans Broschey begann seine Sportlerlaufbahn beim TV Höheinöd. Bereits zwei Jahre nach dem Krieg spielte er Feldhandball, 1950 begann er mit der Leichtathletik. Über ein Jahrzehnt dominierte er die Mittel- und Langstreckenläufe in der Pfalz.

Hier holte er sich auch die Ausdauer für den Skisport, der ab 1960 sein Leben bestimmte. „Meine ersten Skier waren von einem Schreiner aus Höheinöd gefertigte Bretter“, erinnert sich Broschey. Er trat dem Skiclub Pirmasens bei und holte für den Verein mehrere Pfalzmeisterschaften im Langlauf. Nach der Einberufung zum Wehrdienst im Bayerischen nahm der heute noch drahtige Ausdauersportler an verschiedenen Militärmeisterschaften teil. 1965 wurde er Deutscher Heeresmeister im Biathlon. Dieses Jahr war überhaupt sein erfolgreichstes: Oberbayernmeister im Skilanglauf, 3. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften über 15 Kilometer, 5. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Hinterzarten und bester Deutscher beim „Deutschland-Schild“ in Reit im Winkel. Im gleichen Jahr nahm er an den Holmenkollen-Spielen in Oslo und an mehreren Ländervergleichskämpfen des Deutschen Skiverbandes (DSV) teil. Gekrönt wurde die Leistung durch die Teilnahme an den Biathlon-Weltmeisterschaften in Elverum/Norwegen.

Nach seiner Karriere als Aktiver stieg er 1967 als Trainer der Wettkampfmannschaft des Skiverbandes Pfalz ein und organisierte den Wettkampfsport neu. 1969 übernahm er auch das Referat „Nordischer Skisport“ des Verbandes. Broschey erwarb mehrere Lizenzen des DSV, war bald Landesausbilder für den Skilanglauf und als A-Trainer des DSV begann er 1975 mit der Übungsleiter-Ausbildung für die Skiverbände Pfalz und Rheinland. 1979 übernahm Broschey das Referat „Skisport an Schulen“ des pfälzischen Skiverbandes und ein Jahr später begann er mit der Ausbildung von Schullehrern in Kooperation mit der damaligen Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz. Broschey war in dieser Zeit ein Motor für den pfälzischen Skisport: 1984 führte er die 1. Schulveranstaltung „Jugend trainiert für Olympia“ mit 300 Teilnehmern durch. Broschey führt 1986 sein Nachwuchstalent Jens Hinkel vom Skiclub Pirmasens zur Deutschen Jugendmeisterschaft im Skilanglauf, bis heute einmalig für das Land Rheinland-Pfalz. Beim Deutschen Skiverband übernahm Broschey 2005 das Referat Behindertensport und in seinem Heimatverein, dem er viele Jahre als 1. Vorsitzender vorstand, forcierte und realisierte er den Neubau einer Turnhalle. 

Der TV Höheinöd bedankte sich auf seine Weise: Die Halle heißt heute „Hans-Broschey-Halle“.

 

Hier ein kleines Video in dem u.a. über Hans Broschey berichtet wird.

 

 

Quelle: Bericht sowie Video: www.sportbund-pfalz.de